Termine

*POE*

Musical von Eric Woolfson, Deutsch von Daniel Call, UA Oper Halle, 28.08.09

*SCHILLER*

Monolog, Uraufführung am 01.10.09, Theater Reutlingen, in der Titelrolle: Eric van der Zwaag, Regie: Daniel Call

“Der monologe, musikalische »Schiller« der Tonne ist ein Freund des Publikums. Daniel Calls Annäherung an den hochmütig-höhenbewussten Dramatiker ist unterhaltend und selbst einst geschundenen Schülern gut zuzumuten. Denn irgendwie befreit sich der alte Reclam-Fritz dabei vom Denkmal.” Schwäbisches Tagblatt, 05.10.09

*KÖNIGIN DER NACHT*

Opernmusical nach Mozarts Zauberflöte, Arrangements: Heiner Kondschak, UA Theater Reutlingen, 29.10.09, Regie: DC

“Stellenweise fühlte man sich an die kultgewordene »Freischütz«-Version »The black rider« von Bob Wilson, Tom Waits und William Burroughs erinnert. Hier geht es ähnlich schräg und respektlos zu (…) ein zweistündiges Feuerwerk aus Situationskomik und Slapstick, grandios alberner Blödsinn auf höchstem Niveau (…) Jede Figur ist für sich schon hinreißend komödiantisch, im Zusammenspiel potenzieren sie sich noch. Die vollkommen runderneuerten Sprechtexte allein wären schon ein Vergnügen, aber die gesanglichen Leistungen des Ensembles heben die Produktion weit über sich hinaus. (…) Bis zum Finale gab es immer wieder stürmischen Zwischenapplaus und Bravo-Rufe. Mancher servierte sich gleich Karten für eine weitere Runde.” Schwäbisches Tagblatt, 31.10.09

“Calls Übersetzung ins Neudeutsche kommt als ein wildes Potpourri aus Parodie, Comedy, Faust-Zitat, Slapstick, Musical, Burleske, Klamotte und astreinem Opern- und Chorgesang daher (…) Oper und Trash ergibt eine ziemliche Fallhöhe, aber trotz aller Albernheiten ist das Ensemble dieses Mal wirklich richtig lustig, weil eben nicht verkrampft komödienhaft, sondern verspielt ironisch: Eine Zauberflöten-Verballhornung, aber eine durchaus sinnige (…) Die Rollen unter den Requisiten bringen das Musical derweil gehörig in Fahrt. Echt abgefahren auch der effektvolle Auftritt der Königin der Nacht, die als Vier-Meter-Roll-Matrone so von sich eingenommen ist, dass sie sich selbst nicht bewegen kann: Ein Bild wie aus Becketts “Glücklichen Tagen”. (…) Das Publikum jedenfalls ist aus dem Häuschen.” Reutlinger Nachrichten, 31.10.09

*WEGE MIT DIR*

Stück, Tourneestart am 09.01.2010

*ZWEIFEL* (Doubt)

Stück von John Patrick Shanley, deutsch von Daniel Call, ab 25.01. Grenzlandtheater Aachen, ab 04.02.2010 Altes Schauspielhaus Stuttgart

*KLEISTPARK, BERLIN*

Einakter, UA Juli 2010, Inernational Short Play Festival Rovereto

*DAS KAMMERSPIEL*

Monolog für eine Frau, UA Oktober 2010, Theater Reutlingen, Regie: Call

Das Lachen bleibt bald im Hals stecken: Daniel Calls »Kammerspiel« ist ein eindringlicher Versuch, eine zeitgemäße Sprache für das Grauen zu finden. Mit starken Metaphern (…). Dank Yvonne Lachmann eine der stärksten Tonne-Inszenierungen der letzten Jahre.

Schwäbisches Tagblatt, 09.10.10

Stücke über den Holocaust gehen schon des Themas wegen unter die Haut. Insofern zeigte auch »Das Kammerspiel« von Daniel Call Wirkung. Am Donnerstag wurde der »Monolog für eine Frau« in der Tonne unter großem Applaus uraufgeführt. Es geht darin um eine Auschwitz-Überlebende, deren Ehemann und Sohn von den Nazis im KZ ermordet wurden und die etwa zehn Jahre nach Kriegsende in den USA versucht, so etwas wie Normalität zu finden. Was aber immer wieder von den Erinnerungen an das Grauen unterbunden wird. (…) Daniel Calls Inszenierung braucht nur eine Parkbank mit Aschenbecher und einen Reisekoffer als Zeichen des Heimatlosseins und auch des Aufbruchs, den die Frau am Ende wagt. Der Swing der 50er-Jahre illustriert die Zeit, mit dem Licht werden atmosphärische Unterschiede gezeichnet, ansonsten ist die Aufführung schnörkellos auf die Darstellung Yvonne Lachmanns fokussiert.

Generalanzeiger, 09.10.19

»Sie wollten das Morden zur Kunst erheben und auf unseren Gebeinen eine neue Welt errichten. Es ist ihnen nicht gelungen.« Mit Wut, Sarkasmus, Gefasstheit und Verdrängung stemmt sich Yvonne Lachmanns Figur ihrem unfassbaren Schicksal entgegen. (…) Autor und Regisseur Daniel Call will mit seinem »Kammerspiel« einmal mehr den Nazi-Schrecken »ins Gedächtnis« rufen: eine sehr eindringliche Erinnerungshilfe, die den KZ-Horror relativ drastisch vor Augen führt, als Theaterstück wirkt so etwas entsprechend wuchtig. (…) Der Text lässt zwischen der Schilderung des Unfassbaren immer wieder Raum für Erholung, so dass das Stück trotz einiger heftigen Stellen erträglich bleibt. Und immer wieder kommt auch ein bisschen der Autor selbst durch: »Ja ja, die Trauer und die Komik sind siamesische Zwillinge.«

Reutlinger Nachrichten, 09.10.10

Italienische EA: Januar 2011, Theater Rovereto

*ORPHEUS UNDERDOG*

Poperette nach Offenbach, Musik: Various, Arrangements: Petra Wallach u.A., UA Oktober 2010, Theater RT, Regie: Call

Antike Gruppentheaterpie

Noch nie war der antike Held so rockig und cool: Das Tonne-Stück »Orpheus Underdog!« feiert in der Planie Uraufführung – eine schräge Poperette von Daniel Call mit Musik von Offenbach und Pointen nonstop.

(…) Das komödiantische Sing- und Lustspiel von Daniel Call setzt nun noch eins obendrauf: Frech, frivol und witzig ist seine Version von Orpheus und Eurydike, von den Göttern und Menschen, die allenfalls noch bemüht sind, den Schein zu wahren und sich ansonsten in purer Ironie und Feierlaune inszenieren. (…)Mit Ausnahme von Eric van der Zwaag füllen alle Darsteller mehrere Rollen aus, auch Gast-Schauspieler und TV-Kommissar Wolfgang Bathke, der den gelangweilten Zeus ebenso glaubwürdig spielt wie den verdorbenen Unterwelt-Boss Hades. Selbst der derbste Klamauk hat bei ihm noch Stil und Dramatik. Und natürlich geht es immer um die Grenzen des guten Geschmacks. Mit denen spielt Daniel Call durchaus kunstvoll, ja, er klimpert geradezu virtuos auf der Klaviatur des Ordinären. (…)Hier wird geblödelt, was das Zeug hält, gesungen und parodiert, dass sich die Balken biegen. Besonders im zweiten Teil brechen alle komödiantischen Dämme. Es mündet schließlich in einen schrill-spritzigen Maskenball, bei dem Hades das passende Motto ausgibt: »Was geht zu Zweit, geht auch zu Dritt.

Reutlinger Nachrichten, 30.10.10

Die Tonne nimmt sich des Orpheus-Mythos an und funktioniert Jaques Offenbachs Operette in eine Persiflage mit viel musikalischem Witz um. (…) Daniel Call hat nun für die Tonne als Autor, Regisseur und Ausstatter eine pointenreiche Nummernrevue daraus gemacht. „Orpheus Underdog!“ plündert lustvoll Offenbach, aber auch Monteverdi, Gluck, Händel und Bizets Carmen. (…) Das Stück (…) entwickelt sich zu einem gewitzten Geplänkel mit allerlei Klischees: Orpheus und die Antike, die Griechen und ihr Staatsdefizit, natürlich auch Stuttgart 21. (…) Ihren Charme bekommt die Revue durch die Spannung zwischen edler Musik und trashigem Humor.

Reutlinger Generalanzeiger, 30.10.10

Egal ob Thrakien, Olymp oder Unterwelt – heiß ging es überall her, Frivolitäten waren also angesagt (…) Call nutzte in seinem Stück einige Möglichkeiten, um auf einige aktuelle Debatten Bezug zu nehmen: Wenn es darum ging, die Athener Staatsbank anzupumpen (Stromausfall auf dem Olymp wegen unbezahlter Rechnung), Klimakatastrophe, Wirtschaftskrise und Stuttgart 21 (da hatte der Teufel die Finger im Spiel) oder Atomstrom und Drogen (Vorzüge der Unterwelt, die sich als Partykeller entpuppte). „Trallala in der Hölle und das wars? Ich will ne Moral“ verlangte Hades am Ende. „Aber eine leicht Verdauliche.“ Die sollte er bekommen – begleitet von finalen Cancan.

Schwäbisches Tagblatt, 30.10.10

 

25.10.10 FELLINI & GIULIETTA

Szenische Lesung des Musicals (Musik:Olga Fabuljan) im Meistersaal am Potsdamer Platz


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